Das Haus im Quartier
Zwischen privatem Raum und gemeinsamem Ort
Redaktion: Dalla Corte ArchitectsQuellenstand: 2 Min. Lesezeit
Wo beginnt das Private?
Wir betrachten die Übergänge vom öffentlichen Weg zur Wohnung genau. Ein Vorgarten, eine Stufe oder eine kleine Vorzone können Abstand schaffen, ohne den Ort vollständig abzuschliessen. Umgekehrt kann eine grosszügige Verglasung zu einem dauernden Bedürfnis nach Sichtschutz führen, wenn ihre Lage nicht stimmt.
Diese Fragen gehören in den Entwurf und nicht erst in die abschliessende Gartenplanung. Die gewünschte Offenheit ist persönlich. Sie sollte mit Ihrer Lebensweise und den tatsächlichen Bewegungen in der Nachbarschaft zusammenpassen.
Welche Begegnungen sollen möglich sein?
Für uns bedeutet Civiltà, das eigene Vorhaben auch aus der Sicht anderer zu betrachten. Wo fällt Licht auf den Weg? Wie liegt der Eingang zum Nachbarhaus? Wird die Zufahrt zum dominierenden Teil der Strasse? Solche Entscheidungen sind klein genug, um konkret zu werden, und wichtig genug, um den Ort zu prägen.
Eine gemeinschaftliche Fläche schafft nicht automatisch Gemeinschaft. Sie braucht einen geeigneten Ort, eine plausible Nutzung und jemanden, der sich um sie kümmert. Das Davos Qualitätssystem versteht Baukultur als umfassendere Aufgabe als die Gestaltung eines einzelnen Objekts. [1] Unsere konkreten Vorschläge müssen sich am Alltag des jeweiligen Quartiers bewähren.
Was hilft bei der Beurteilung?
Ein Umgebungsplan sollte über die Grundstücksgrenze hinausreichen. Schnitte können zeigen, wie Höhenunterschiede und Einblicke entstehen. Beobachtungen vor Ort und ein frühzeitiger sachlicher Austausch helfen, Anliegen zu verstehen. Sie ersetzen die formellen Verfahren und Entscheide nicht.
Bei grösseren Entwicklungen sind Nutzungsmischung, Wege und gemeinsame Freiräume besonders sorgfältig abzustimmen. Für ein einzelnes Haus bleiben dieselben Fragen in kleinerem Massstab relevant.
Das Haus von aussen durchgehen
- Den Weg von der Strasse bis zur Haustür beschreiben.
- Private, gemeinschaftliche und öffentliche Bereiche klar unterscheiden.
- Einblicke und Höhenunterschiede mit den Nachbargrundstücken prüfen.
- Zufahrt, Abstellplätze und Nebenräume in die Gestaltung einbeziehen.
- Nutzung und Unterhalt gemeinsamer Flächen klären.
Ein angemessener Beitrag
Wir möchten Häuser planen, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern dienen und die Umgebung ernst nehmen. Welche Form von Offenheit und Rückzug dafür richtig ist, lässt sich an Ihrem Ort gemeinsam entwickeln.
Quellen und Grundlagen
Fragen zu Ihrem eigenen Vorhaben besprechen wir gerne persönlich.
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